
Jeden 1. und 3. Sonntag 14.30 bis 17.30
Auf seinen Reisen durch Mexiko entwickelte der Künstler Tom Sam ein besonderes Interesse für die dortigen Straßenzüge, insbesondere die bunten Fassaden mexikanischer Häuser. Jede Nachbarschaft wird durch eine charakteristische Farbigkeit ihrer Gebäude geprägt, die Ausdruck individueller Harmonievorstellungen und Tradition ist. Die Menschen orientieren sich nicht nur räumlich durch sie, sondern identifizieren sich auch mit diesen individuellen Farbkompositionen.
Tom Sam entwickelt in seinen Werken, die ihren Ausgangspunkt in Fotografien dieser Fassaden finden, auf eine für ihn typisch minimalistische Art abstrakte Farbflächen, die ineinandergreifen und ein spezifisches Formengeflecht bilden. Architektonische Details und bauliche Elemente rücken dabei gänzlich in den Hintergrund, um allein in der Zweidimensionalität an die Kultur und das mexikanische Lebensgefühl zu erinnern. Hiermit steht Sam in der Tradition von beispielsweise Josef Albers, der die mexikanische Formsprache in seinen Gemälden thematisiert oder Paul Klee, der in seiner kunstgeschichtlich bedeutenden Tunisreise durch Licht und Farbe zu Bildern inspiriert wurde, die abstrakte Flächen mit Formen und linearen Elementen in Bezug setzen.


